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4. Steinhagener Kulturkonferenz

| Aktuelles

Die Steinhagener Kulturkonferenz 2026 widmete sich dem Thema "Kultur und Stadtentwicklung".

Am 20.01.2026 trafen sich bereits zum vierten Mal Steinhagener Kulturschaffende sowie Menschen aus Politik und ortsansässigen Einzelhandelsunternehmen und Gastronomie zur Kulturkonferenz. Die Kulturkonferenz ist ein im Rahmen des landesgeförderten Projekts "Kultur am Kirchplatz" ins Leben gerufenes Organ zur Vernetzung der Kulturschaffenden und zum Austausch mit- und Lernen voneinandern. Dazu bietet seit 2024 ein übergeordnetes Thema einen inhaltlichen Rahmen. 

In diesem Jahr stand der Stellenwert der Kultur in Bezug auf die Stadt- bzw. Gemeindeentwicklung im Mittelpunkt. Es wurden Fragen rund um die Belebung des Ortskerns und das Mitdenken von Kultur und Veranstaltungen bei bauliche Veränderungen und Finanzierungsfragen diskutiert. 

Einleitend gaben Diana Westermann ("Dritte Orte"-Programmbüro) Jacqueline Lewald (Gemeinde Steinhagen) und In Steinhagen gebe es bereits jetzt viele kulturell aktive Gruppen, die den Ortskern mitgestallten. Das Projekt Kultur am Kirchplatz als gefördertes Projekt sollte dazu beitragen Kulturakteure, Vereine und Initiativen weiter zusammenbringen – auch durch Formate wie die Kulturkonferenz. Das Vorhaben des Projekts sei auch die Belebung des Ortskerns um das Schlichte Carree und die angrenzende Gemeindebibliothek. Dabei seien auch Plattformen für lokale kreative Köpfe, wie das Straßenmusikfest, Werkstätten mit lokalen Künstler*innen oder das Theaterprojekt 2023 geschaffen worden. Als grundsätzliches Ziel vestehen beide, eine nachhaltige, politische Unterstützung unter Berücksichtigung von neuen Kulturorten bei der Planung städtebaulicher Entwicklungen perspektivisch mitzudenken.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion gaben Dr. Norbert Siever (KvO), Horst Neugebauer (Perus GmbH) und Benjamin Schulz (Wirtschaftsförderer der Gemeinde) erste Denkanstöße zu Städtebaulichen Themen. Es habe über 50+ Jahre einen „Einzelhandelshype“ gegeben – heute sei ein Umdenken notwendig. Häufig könne Kunst und Kultur Lücken füllen. Kulturveranstaltungen böten Unternehmen die Chance sichtbar zu sein und ins Gespräch zu kommen. Für Bewohner*innen werden bei kulturellen Veranstaltungen Personen aus dem Hintergrund „anfassbar“ und Austausch ermöglicht. Nicht zuletzt sei Kultur aber - wenn auch nicht primär - auch Standortfaktor, sowohl überregional im Bereich Tourismus als auch ortsgebunden bei Fragen rund um Zuzug und Fachkräfteansiedlung. 

Abschließend wurde in der Diskussionsrunde mit der gesamten Gruppe noch einmal die Vielfalt des Vorhandenen ehrenamtlichen Engagements (Kulturwerk, Historisches Museum, Kirchen uvm.) betont und Raum für weitere Vernetzung geboten.

Der Kultur muss viel zugetraut werden, da sie sich vor allem auch mit der Frage befasst, wie wir leben wollen. (Dr. Norbert Siever, Kultur vor Ort Steinhagen e.V.)